Unterwegs in der Zukunft

04. Dez 2017 • News • GFK Verein • Marktforschung • Trendforschung • Verkehr & Mobilität

Als die Macher von „Zurück in die Zukunft II“ vor knapp dreißig Jahren ihre Vorstellung vom Leben im Jahr 2015 präsentierten, gehörten fliegende Autos selbstverständlich dazu. Heute liegt diese Zukunft bereits in der Vergangenheit, und fliegende Autos gibt es allenfalls als Prototypen. Ein flächendeckender Einsatz ist nicht in Sicht – zu viele technische Fragen sind einfach ungelöst.


Als die Macher von „Zurück in die Zukunft II“ vor knapp dreißig Jahren ihre Vorstellung vom Leben im Jahr 2015 präsentierten, gehörten fliegende Autos selbstverständlich dazu. Heute liegt diese Zukunft bereits in der Vergangenheit, und fliegende Autos gibt es allenfalls als Prototypen. Ein flächendeckender Einsatz ist nicht in Sicht – zu viele technische Fragen sind einfach ungelöst. Sicher jedoch ist: Die Art, wie wir von A nach B kommen, wird sich verändern. Wie sieht Mobilität in Zukunft aus? Welche Transportmöglichkeiten werden wir angesichts immer neuer technischer Möglichkeiten in einigen Jahren nutzen? Potenzial scheinen vor allem autonomes Fahren und elektrische Fahrzeugflotten zu haben. Sie werden nach Meinung vieler Menschen die Mobilität von morgen besonders prägen – vorausgesetzt, Sicherheitsrisiken werden ausgeschaltet.

Für viele Menschen ist das Auto mehr als ein reines Transportmittel: So mancher Schlitten wird liebevoll und zeitaufwändig gepflegt, individuell aufgerüstet, ja manchmal gar mit einem Kosenamen versehen. Wenn von autonomem Fahren die Rede ist, geht es beim Auto jedoch um noch viel mehr. Nicht nur, dass das Fahrzeug selbstständig fährt. Es wird darüber hinaus zum weiteren Lebensraum: elektrisch, vernetzt und ganz auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Fahrer werden erkannt und auf der Straße je nach Bedarf technisch unterstützt oder mit Musik, Nachrichten aus den sozialen Netzwerken oder anderen Medien unterhalten. Das Konzept des autonomen Fahrens wird in den Augen besonders vieler Menschen die mobile Zukunft mitbestimmen: 42 Prozent der Befragten in vier europäischen Ländern sind davon sehr oder völlig überzeugt. Fast ebenso viele (41 Prozent) meinen, dass selbstfahrende, elektrische Fahrzeugflotten unser Mobilitätsverhalten stark beeinflussen werden. Dies zeigen Ergebnisse der Studie „On the road again – Global survey on millennials` attitudes towards current and future mobility“. Für diese Studie des GfK Vereins in Zusammenarbeit mit GfK Automotive gaben insgesamt gut 7.000 Menschen aus sieben Ländern, darunter etwa 4.000 Menschen aus Deutschland, UK, Frankreich und Italien, ihre Einschätzung zu verschiedenen Mobilitätskonzepten der Zukunft ab. Beurteilt wurde der Einfluss von autonomem Fahren, Shared Mobility, selbstfahrenden Fahrzeugflotten und Drohnen-Taxis.

Der Blick auf die Ergebnisse einzelner europäischer Länder zeigt: In puncto Mobilität sehen vor allem die Italiener Veränderungen auf uns zukommen. Sie sprechen diesbezüglich allen vier Konzepten jeweils das größte Potenzial zu. So glaubt gut jeder Zweite daran, dass selbstfahrende Fahrzeugflotten das Transportwesen künftig sehr beeinflussen werden, fast ebenso viele (49 Prozent) halten Shared Mobility-Konzepte für besonders aussichtsreich. Doch auch das Drohnen-Taxi und autonomes Fahren haben in den Augen der Befragten gute Chancen: 44 bzw. 43 Prozent sehen hierin zukunftsträchtige Möglichkeiten, mobil zu sein. Zumindest mit Blick auf das autonome Fahren schließen sich die Menschen in Frankreich, UK (beide 41 Prozent) und Deutschland (42 Prozent) den Italienern an. Dass der Fahrer unterwegs weniger zu tun hat, weil das Auto bestimmte Tätigkeiten automatisch übernimmt, ist offenbar für viele schon vorstellbar. Bezüglich der anderen Konzepte sind die Befragten in den übrigen drei Ländern jedoch teilweise anderer Meinung. Dass selbstfahrende Flotten die Mobilität von morgen stark prägen werden, meinen nur 39 Prozent der Franzosen, 38 Prozent der Briten und 36 Prozent der Deutschen. Auch am Drohnen-Taxi scheiden sich die Geister: 38 Prozent der Befragten in UK können sich diese Variante als wichtiges Transportmittel der Zukunft vorstellen. In Frankreich sind es immerhin noch 34 Prozent, in der Bundesrepublik sehen das dagegen nur noch 29 Prozent so. Auch mit Blick auf die Bedeutung von Shared Mobility äußern sich die Menschen in UK, Deutschland und Frankreich deutlich zurückhaltender als die Italiener.

Themen in der Studie

  • Ländervergleich -Vertrauen in Konzepte
  • Nutzungspläne: Selbstfahrende Flotten haben das größte Potenzial
  • Barrieren: Sicherheitsaspekte und Angst vor Kontrollverlust
  • Was tun, wenn weniger Zeit auf der Strecke bleibt?
  • Freizeit im Auto: surfen, lauschen, genießen

Studiensteckbrief

Datenquelle: On the road again – Global survey on millennials‘ attitudes towards current and future mobility (GfK Verein and GfK Automotive), Oktober 2017.

Für diese Studie des GfK Vereins in Zusammenarbeit mit GfK Automotive gaben insgesamt gut 7.000 Menschen aus sieben Ländern, darunter etwa 4.000 Menschen aus Deutschland, UK, Frankreich und Italien, ihre Einschätzung zu verschiedenen Mobilitätskonzepten der Zukunft ab. Beurteilt wurde der Einfluss von autonomem Fahren, Shared Mobility, selbstfahrenden Fahrzeugflotten und Drohnen-Taxis.

 

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