Privatvermögen der Superreichen in Deutschland stark überschätz aber noch immer zu hoch

19. Apr 2016 • News • Ipsos • Marktforschung • Statistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

In der Wahrnehmung der Deutschen ist die Schere zwischen Reich und arm zu groß. Die Bevölkerung meint, dass 1 Prozent der Mitbürger 59 Prozent des gesamten Privatvermögens besitzen. Glaubt man den Statistiken sind es nur 30 Prozent. Auch nicht schlecht. Die Deutschen meinen, dass auch dies 30 Prozent zu viel sind. Die Mehrheit der Befragten würden den Superreichen lediglich 18 Prozent des Privatvermögens gönnen. Die internationale Ipsos-Studie "Perils of Perception" vergleicht in 33 Ländern die Einschätzung der Bevölkerung mit statistischen Daten.


Die Kluft zwischen Arm und Reich in der Einschätzung der Menschen und in der Statistik

Vor allem in den reichen Industrienationen überschätzt die Bevölkerung den Reichtum der Superreichen. In Großbritannien, Frankreich, Australien, Belgien, Neuseeland und Kanada weicht die Einschätzung der Bevölkerung mehr als 30 Prozent von der Statistik ab.

Die Mexikaner, Türken und Argentinier schätzen die Kluft zwischen Arm und Reich realistisch ein.

Je größer die Schere in Realität ist, wird Sie von den Menschen eher unterschätzt. So besitzen laut Statistik 1 Prozent der Russen 70 Prozent des Privatvermögens. Die Russen selbst schätzen den Anteil auf 53 Prozent ein. Immer noch genug, aber 17 Prozent unter der "statistischen Realität".

Jugendliche Deutsche meinen es gibt zu viel Reiche

Die aktuelle (nicht repräsenativen) Umfrage "Generation What?" unter Europas Jugendlichen zeigt die Einschätzung der Kluft zwischen Arm und Reich. Demnach meinen 72 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 16 und 34 Jahren, dass es zu viele Reiche gibt. 89 Prozent denken, dass es zu viele Arme gibt.

Die interaktive Infografik zeigt die Einschätzungen der europäischen Jugendlichen im Vergleich.

 

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