Osteuropa gewöhnt sich allmählich ans Outsourcing

02. Okt 2016 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Marktanalyse • Handel & Dienstleistung • Produktion • Arbeitswelt • Mode & Lifestyle • Sicherheit

Der Markt für Miettextilien in Osteuropa steigt kontinuierlich an. Im Vorjahr konnte diese Dienstleistung in den untersuchten Ländern (Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Rumänien und Polen) um 3,8% zulegen. Damit ist das Wachstumspotential jedoch noch lange nicht ausgeschöpft, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. So wächst der Markt demnach bis 2019 im Durchschnitt um 4,1% jährlich und wird damit auch das Geschäftsvolumen der Branche bis dahin auf über eine halbe Milliarde Euro steigern können.

Arbeits- und Berufsbekleidung mit stärkster Nachfrage

Der Markt für Miettextilien gliedert sich in verschiedene Services und Produktgruppen. So wird zwischen spezieller Arbeitskleidung für die Lebensmittel-, Metallindustrie, Fachgruppenkleidung für Handwerker, Reinraumkleidung z.B. in OP-Sälen oder Laborräumen und Schutzbekleidung gegen Hitze und Kälte, unterschieden. Daneben zählen auch Bade- und Waschraumservice, alle Arten schmutzaufnehmender Matten, Leinen für Hotels und Restaurants und Industrie- und Putztextilien zum Repertoire der Miettextil-Anbieter. Die größte Produktgruppe am Miettextilienmarkt stellt die Arbeits- und Berufskleidung mit einem Gesamtvolumen von 216,4 Millionen Euro dar (+4,8%), gefolgt vom Waschraumhygieneservice mit einem Gesamtvolumen von 63,8 Millionen Euro (+3,6% im Vergleich zum Vorjahr). Am Wichtigsten ist der Bereich Arbeitskleidung in Polen mit einem Marktanteil von 63,6%. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass auch in Zukunft die Arbeits- und Berufskleidung am Mietmarkt seine Marktanteile länderübergreifend weiter ausbauen wird.

Ländervergleich Mittextilien in Osteuropa nach Produktgruppen

Den größten Anteil am Miettextilienmarkt unter den untersuchten Ländern nimmt, mit einem Marktvolumen von 170 Mio. Euro, Polen ein. Bis 2019 wird die polnische Branche mit einer prognostizierten jährlichen Rate von 5,6% wachsen und somit seine Leader-Position innerhalb des CEE-Raumes weiter ausbauen. Die größten Wachstumstreiber sind dabei Industrie und Tourismus. Durch das gute Investitionsklima und einer solid wachsenden Volkswirtschaft steigt dabei auch das Interesse an Fachgruppenbekleidung für Handwerker, in der Lebensmittelindustrie und bedingt durch steigende Einnahmen im Tourismus auch in der Gastronomie und der Hotellerie. In Tschechien, dem zweitgrößten Markt, wären die geringe Outsourcing-Quote und die gute Konjunktur ein idealer Nährboden für hohes Wachstum, jedoch greifen dort die getätigten Investitionen von großen Marktführern noch nicht. Bis 2019 wird dementsprechend von Interconnection mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,2% jährlich gerechnet.

Langsamer Paradigmenwechsel der CEE-Unternehmer

Die Investments der Miettextilanbieter in die Länder Ost- und Zentraleuropas steigen im Gleichklang mit dem sich allmählich verstärkenden Trend des Outsourcings, an. So hat z.B. das österreichische Wäschereiunternehmen Salesianer Miettex in der Slowakei seine Kapazitätsgrenze erreicht und eröffnete daher in diesem Jahr einen neuen Betrieb in Bratislava. „Das wird dem Markt in der Slowakei neue Impulse bringen“, ist Laszlo Barla, Autor der Studie überzeugt. Der Markt für Miettextilien konnte in der Slowakei im vergangenen Jahr ein Wachstum von 2,5% erwirtschaften. Bis 2019 rechnet Interconnection durch die neuen Impulse sogar mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2,7%. Insgesamt ist der Markt für Miettextilien in den CEE-Ländern im Vergleich zu Westeuropa jedoch noch sehr klein. „In Osteuropa wird noch selbst gewaschen, anstatt Textilien zu mieten und sie pflegen zu lassen“, erklärt Barla. Im Vorjahr lag das Marktvolumen länderübergreifend bei 428 Milliarden Euro.

Polen ist CEE-Marktleader

Den größten Anteil am Miettextilienmarkt unter den untersuchten Ländern nimmt, mit einem Marktvolumen von 170 Mio. Euro, Polen ein. Bis 2019 wird die polnische Branche mit einer prognostizierten jährlichen Rate von 5,6% wachsen und somit seine Leader-Position innerhalb des CEE-Raumes weiter ausbauen. Die größten Wachstumstreiber sind dabei Industrie und Tourismus. Durch das gute Investitionsklima und einer solid wachsenden Volkswirtschaft steigt dabei auch das Interesse an Fachgruppenbekleidung für Handwerker, in der Lebensmittelindustrie und bedingt durch steigende Einnahmen im Tourismus auch in der Gastronomie und der Hotellerie. In Tschechien, dem zweitgrößten Markt, wären die geringe Outsourcing-Quote und die gute Konjunktur ein idealer Nährboden für hohes Wachstum, jedoch greifen dort die getätigten Investitionen von großen Marktführern noch nicht. Bis 2019 wird dementsprechend von Interconnection mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,2% jährlich gerechnet.


Ungarn und Slowakei Kopf an Kopf

Das Marktvolumen des ungarischen Miettextilienmarktes ist trotz fast doppelter Einwohnerzahl gerade einmal gleich groß, wie das der Slowakei (58Mio.€). Niedrige Inflation und eine gute Beschäftigungsentwicklung, vor allem in der Hotellerie aber auch im Gesundheitswesen sollen jedoch langsam das Potential zur Entfaltung des Marktes ausschöpfen. Bis 2019 prognostiziert Interconnection dem ungarischen Miettextilienmarkt ein Umsatzvolumen von 67 Mio. Euro und damit ein höheres Wachstum als der Slowakei (64 Mio. €). In Slowenien ist es vor allem der industrielle Sektor, der das Miettextiliengeschäft ankurbelt. Noch in den Kinderschuhen steckt der Markt für Miettextilien in Rumänien und Bulgarien, mit einem Marktvolumen von 15 respektive 14 Millionen Euro. In Bulgarien hemmt die schwierige wirtschaftliche Situation des Landes mit einer deflationären Entwicklung die Branche. In Rumänien wiederum erschweren die restriktive Kreditvergabe der Banken, sowie die schwache Investitionsneigung im öffentlichen Bereich die Entwicklung des Miettextiliengeschäftes.     

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