"Generation What?" offen für neue sexuelle Erfahrungen

26. Jul 2016 • News • UPIAN / BAYERISCHER RUNDFUNK • Marktforschung • Statistik • Trendforschung • Segmentstudien • Infografik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Bildung & Wissenschaft • Online & IKT & Elektronik • Arbeitswelt • Kultur • Marketing & Medien • Mode & Lifestyle • Sicherheit

In Beziehungsfragen sind die meisten jungen Europäer eher konservativ eingestellt. 74 Prozent halten Treue in einer Beziehung für unverzichtbar. In Fragen der Sexualität ist die junge Generation dagegen für vieles offen. 19 Prozent der jungen Menschen würden gerne gleichgeschlechtlichen Sex ausprobieren. Bei den jungen Frauen sind es 26 Prozent.


Im Schutze der Anonymität geben die jungen Europäer pikante Details ihres Liebeslebens preis. In Beziehungsfragen sind die meisten der mehr als 770.000 Teilnehmer eher konservativ eingestellt: 74 Prozent halten Treue in einer Beziehung für unverzichtbar und für 58 Prozent ist es undenkbar, eine Beziehung ohne Liebe zu haben. In Fragen der Sexualität sind die jungen Europäer dagegen für vieles offen: So gaben europaweit 19 Prozent der jungen Menschen auf die Frage nach gleichgeschlechtlichem Sex an, dass sie derartiges noch nicht gehabt hätten, es aber gerne ausprobieren würden. Auffällig ist der Unterschied der Geschlechter. Während nur zehn Prozent der männlichen Teilnehmer neugierig auf gleichgeschlechtliche Erfahrungen sind, sehnt sich mehr als jede vierte Frau (26 Prozent) nach einem solchen Abenteuer. In Deutschland ist dieser Trend mit elf Prozent bei den männlichen und 29 Prozent bei den weiblichen Teilnehmern sogar noch etwas ausgeprägter.

 

Auch Sex mit mehr als einer Person scheint für viele junge Menschen eine reizvolle Vorstellung zu sein. Europaweit würden 39 Prozent der bisherigen Teilnehmer gerne das Experiment wagen, zwölf Prozent geben an, schon entsprechende Erfahrungen gesammelt zu haben. In Deutschland ist dieser Trend noch deutlicher: 45 Prozent der befragten jungen Deutschen sind neugierig gegenüber Sex mit mehr als einer Person, 42 Prozent lehnen ihn ab. Partnertausch ist dagegen sowohl für die große Mehrheit der deutschen (83 Prozent), als auch der europäischen Jugendlichen (82 Prozent) nicht denkbar.

 

Experimentierfreudiger gibt man sich beim Thema Sexspielzeug. In Deutschland merkt man da offenbar das Erbe Beate Uhses, denn in kaum einem anderen Land geben so viele junge Menschen an, positive Erfahrungen mit Sexspielzeug gesammelt zu haben (37 Prozent). Mit diesem Wert ist Deutschland führend in Europa. In den meisten anderen Ländern Europas überwiegt dagegen die Skepsis. Dort ist die meistgegebene Antwort auf die Frage nach Sexspielzeug "Nein, das interessiert mich nicht.". Eine Ausnahme bilden die Spanier. Dort sind 35 Prozent der bisherigen Teilnehmer neugierig und würden sexuelle Hilfsmittel gerne einmal ausprobieren, 34 Prozent schwören darauf. Interessant ist bei dieser Frage auch der Geschlechterunterschied. Frauen scheinen beim Thema Sexspielzeug deutlich aufgeschlossener als Männer zu sein.

Noch bis November 2016 können junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren auf www.generation-what.de an der Umfrage teilnehmen: Sie umfasst 149 Fragen von Politik über Religion bis hin zu Sexualität und Lebensglück. Das Ziel: Die 18- bis 34-jährigen Europäer sollen die Chance erhalten, selbst ein Bild ihrer Generation zu zeichnen. Koordiniert wird "Generation What?" von der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

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