Fertighausmarkt in Deutschland - Wachstum trotz Corona-Krise

08. Mär 2021 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Marktforschung • Branchenstudien • Marktanalyse • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

Entgegen den Erwartungen hatte die durch die Epidemie verursachte Krise im Jahr 2020 keine negativen Auswirkungen auf den Fertighausmarkt in Deutschland.


Insgesamt wurden in Deutschland im letzten Jahr 23.006 Wohneinheiten in industrieller Fertigbauweise errichtet und damit um 4,9% mehr als noch im Jahr zuvor. Auch in den nächsten Jahren zeigen die Prognosen nach oben, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Die wachsende Bedeutung des Umzugs von der Stadt aufs Land wirkt sich dabei positiv auf die Entwicklung des Fertighausmarktes aus. Das Segment der Fertighäuser wächst dabei dynamischer als der allgemeine Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Die seit Jahren stabil wachsende Fertighausquote stieg im vergangenen Jahr von 20,8% auf 21,5%. „Die Corona-Krise hat 2020 die Marktentwicklung nicht behindert“, meint dazu Daniel Kollar. Vor allem die deutlich höhere Marktsicherheit, die bereits zu Beginn des Projekts festgesetzten Preise, der festgesetzte Abgabetermin und das minimierte Risiko von Verzögerungen sorgen für große Zuwachsraten beim Fertigbausektor. Der Osten der Republik zeigt dabei die stärkste Wachstumsdynamik.

Schlüsselfertig überholt bald belagsfertige Lösungen

Obwohl die meisten Häuser immer noch als Belagsfertighäuser (Marktanteil 39,1%) verkauft werden, zeigt sich ein klarer Trend zu schlüsselfertigen Projekten. Schon 2022 werden die Schlüsselfertighäuser das größte Marktsegment darstellen, prognostiziert die Interconnection Studie. Auf lange Sicht wird das Segment der Ausbauhäuser am wenigsten wachsen, obwohl es mit Massa oder ProHaus noch immer Hersteller gibt, die ausschließlich auf dieses Segment bedienen. Im Bereich der Bauart gewinnt die Holzriegel-Bauweise weiter an Bedeutung. Dies erklärt sich durch die zunehmende Bedeutung des Faktors Nachhaltigkeit. „Nachhaltiges Bauen wird immer wichtiger für Bauherren und das Holz als nachwachsender Rohstoff unterstützt diesen Trend“, so Kollar.

Platz für Konkurrenz

Der deutsche Fertighausmarkt wächst so stark, dass der Wettbewerb weniger zwischen einzelnen Herstellern stattfindet, sondern vielmehr zu anderen Bauweisen. Die Deutsche Fertighaus Holding als Gruppe von Okal, Massa und Allkauf dominiert weiterhin den Markt und konnte mit einem stabilen Wachstum den mengenmäßigen Marktanteil 2020 weiter steigern. Insgesamt lag die Marktkonzentration der Top-Ten-Unternehmen im letzten Jahr bei 42,4% und damit ein wenig unter dem Wert des vergangenen Jahres.

Studien zum Thema Fertighäuser

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