Aprilscherze sorgen österreichweit für Verlust von rund 1,5 Millionen, in Deutschland sogar von 12,6 Millionen Arbeitsstunden

31. Mär 2016 • News • Social:Waste:Management • Marktdaten • Marktforschung • Sozialwissenschaftliche Studie • Trendforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Online & IKT & Elektronik • Arbeitswelt • Sicherheit

Die präzise Messung sozialer Vorgänge, die Webtools und Social-Media-Tools ermöglichen, gibt zum ersten Mal exakten Aufschluss darüber, wieviel Zeit Österreicherinnen und Österreicher mit Aprilscherzen verbringen. Und das Ergebnis einer Studie des Startups Social:Waste:Management, die im Auftrag von T-Mobile Austria durchgeführt wurde, gibt zu denken.Demnach wird für den Konsum von Aprilscherzen am 1. April österreichweit die gewaltige Zeit von rund 1,5 Millionen Arbeitsstunden aufgewendet. Das würde einer vollständigen eintägigen Arbeitsniederlegung einer Stadt wie Graz mit rund 163.000 Beschäftigten entsprechen.

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Erhellend auch die Rezeption dieser Aprilscherze: Gerade ein Fünftel der Scherze werden als „wirklich lustig“ empfunden, weitere 15 Prozent als „geht so“. Hingegen sagt die Mehrheit (55 Prozent) der Befragten, dass sie sich durch Aprilscherze „belästigt“ oder „eher belästigt“ fühlen. Dies ergab eine zusätzliche Auswertung unter rund 1200 Facebook-Usern, die zuvor bei Aprilscherzen einen Kommentar posteten.

Für seine Kunden hat T-Mobile darum ein neues Produkt entwickelt, das als unentgeltliche Option zusätzlich zu Internetschutz angeboten wird: Der Online-Aprilscherz-Schutz. Das Besondere an dem Produkt ist, dass Aprilscherze bereits netzseitig erfasst und gefiltert werden und keine App am Smartphone erforderlich ist. Wird vom Benutzer eine Seite angesteuert, die einen Aprilscherz enthält, wird der Benutzer davor gewarnt. Es liegt dann an den Nutzern, ob sie die jeweilige Seite trotz Warnung aufsuchen wollen oder nicht.

„Wir tragen mit unserem Produkt Aprilscherz-Schutz ganz eindeutig zur Produktivität in Österreich bei und helfen, dass nicht unnötig Arbeitskraft vergeudet wird, die zur Beseitigung von diversen wirtschaftlichen Debakeln ohnehin dringend benötig wird“, erklärte der zuständige T-Mobile Produktmanager Paul Schönberger. Bedenken, dass durch das netzseitige Ausfiltern von Aprilscherzen das Prinzip der Netzneutralität verletzt würde, zerstreut die Leiterin der T-Mobile-Rechtsabteilung Anja Tretbar-Bustorf. „Wir filtern ohne Diskriminierung von Quellen völlig humoragnostisch alle Aprilscherze aus, nicht die einzelner Urheber. Damit ist die Neutralität gegenüber allen Scherzkeksen absolut gewahrt“, sagt Tretbar-Bustorf.

Für das nächste Jahr ist bereits ein spannendes neues Feature geplant. Demnach werden künftig Aprilscherze via Social Media geratet und die Nutzer des Schutzfilters können entsprechend dem Wie-ich-will-Prinzip auswählen, ab welcher Rating-Stufe sie Scherze durchlassen wollen. Schönberger: „Für unsere Kunden stellen wir sicher, dass auch Humorzeit möglichst effizient eingesetzt wird.“

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