Wie die Deutschen über Freiheit denken

Die Studie zeigt die Bedeutung der Freiheit für die Menschen heute in Deutschland. Die Deutschen fühlen sich frei – zu frei, denn Freiheit macht ihnen Angst. Sie sind bereit, ihre ‚große Freiheit‘ wie Wahlfreiheit gegen die kleine, persönliche zu tauschen. Ein nicht geringer Teil würde seine Freiheit auch verkaufen. Dennoch ist ihnen am Ende die Freiheit wichtiger als die Sicherheit.

Anbieter: rheingold salon
Veröffentlicht: Aug 2017
Auftraggeber: barclaycard
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Freiheit • Freiheitsgrade • Gesetze

Wenn unter verschiedenen Freiheiten nur eine einzige Freiheit ausgewählt werden dürfte, wählten nur 1,2% der Befragten die Wahlfreiheit als wichtigste Freiheit und nur 1,6% die Pressefreiheit. Persönliche Freiheiten wie die freie Partnerwahl sind den Menschen wichtiger. Aber auch die anscheinend wichtigste Meinungs-Freiheit ist ‚käuflich‘. Mit Hilfe des Freiheits-Wahl-O-Maten wurden die Teilnehmer befragt, für welche Summe sie sich welche Freiheit abkaufen lassen würden. Die Ergebnisse zeigen, dass „Freiheit“ durchaus auch käuflich ist. So sind rund 34% bereit, für 10 Millionen Euro auch die Meinungsfreiheit zu verkaufen, solange sie im Privaten noch ihre Meinung sagen dürfen. Andere Freiheiten werden noch schneller und eher verkauft. Das Wahlrecht würden 32% für 10 Millionen Euro verkaufen – wenn sie noch ein letztes Mal wählen dürften. Die Partnerwahl lassen sich vor allem die Männer abkaufen, wenn sie vorher einen kurzen Blick auf die Partnerin werfen dürften (knapp 20%). 60% würden sich das Recht auf freie Kleiderwahl schon für 1 Million Euro abkaufen lassen.

Die Deutschen fühlen sich frei – zu frei.  

  • Männer fühlen sich freier als Frauen. Nur 2,9% der Befragten glauben, dass Frauen freier sind als Männer
  • 54,7% sind der Meinung, dass in Deutschland zu wenig Grenzen gesetzt werden
  • 77% der Deutschen wünschen sich eine stärkere Durchsetzung der Gesetze

Suche kleine Freiheit, biete große Freiheit 

  • Knapp ein Viertel aller Befragten (23,4%) wäre bereit, gegen die Zahlung von 10 Millionen Euro auf ihr Wahlrecht vollständig zu verzichten
  • Während nur 5,2% bereit wären, den Partner für eine Million Euro von den Eltern auswählen zu lassen, sind 16,2% für den gleichen Preis bereit, auf ihr Wahlrecht vollständig zu verzichten

Der Preis der Freiheit – ein „Deal“ auf Kosten anderer 

  • Nahezu jeder Vierte (22,2%) würde es in Kauf nehmen, dass andere sich einschränken müssen, um selbst frei zu sein
  • 54% sind der Auffassung, dass Freiheit nicht umsonst zu haben ist und irgendjemand einen Preis dafür zahlen muss 

 Freiheit braucht Gemeinschaft 

  • 79,6% halten Freunde für einen entscheidenden Aspekt der gefühlten Freiheit
  • Im Vergleich werden Staat (37%) oder Kirche (20,3%) nicht unbedingt als freiheitserweiternd wahrgenommen 

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