Vegane Ernährung und Fachhandel für Bioprodukte in Deutschland aus Sicht der bioaffinen Zielgruppe

Die Studie untersucht vegane Lebensmittel und Ernährungsgewohnheiten und die Ansprüche der bioaffinen Zielgruppe und auch die bevorzugten Einkaufskanäle für Bioprodukte.

Anbieter: biopinio.de
Veröffentlicht: Dez 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Essen & Trinken • Gastronomie • Gesundheit • Handel & Dienstleistung
Tags: Alles-Esser • Bio-Supermarkt • Drogeriemarkt • Ernährung • Ernährungsgewohnheiten • Flexitarier • Lebensmittehandel • Milchprodukte • Pflanzliche Milch • Veganer • Vegetarier

Die Kernergebnisse der Studie

  • Vegane Lebensmittel werden von der bio-affinen Käuferschaft in erster Linie inBiosupermärkten gekauft. An zweiter Stelle folgen Drogerien, an dritter Stelle die klassischen Supermärkte.
  • Die insgesamt am häufigsten verfolgte Ernährungsweise ist „fettarm“, gefolgt von „vegetarisch“ und „kalorienarm“. 14% geben an, sich vegan zu ernähren. 
  • Der häufigste Grund für eine bestimmte Ernährungsweise ist die Gesundheit (80%). Mit 40% bis 36% Nennungen ebenfalls wichtige Gründe sind Tierschutz, Umweltschutz, guter Geschmack und Gewichtsreduktion.
  • Mit veganen Produkten wird in erster Linie Tierschutz verbunden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Stärke fast aller Assoziationen abgeschwächt.
  • Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Ernährungsstilen. Veganer selbst bringen Tierschutz, Gesundheit und Umweltfreundlichkeit, sowie guten Geschmack deutlich häufiger mit veganen Produkten in Verbindung als Anhänger anderer Ernährungsstile.
  • Insgesamt verwenden 41% der Befragten bewusst vegane Lebensmittel. Von diesen 41% ernähren sich jedoch nur 20% konsequent vegan.
  • Das Angebot veganer Produkte am Markt wird nur von 36% derer, die bewusst vegane Produkte konsumieren, als ausreichend empfunden. Von tatsächlichen Veganern wird es als am unzureichendsten eingestuft. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Befragten allerdings bereits deutlich zufriedener. 
  • Der größte Wunsch nach einer größeren Angebotsvielfalt besteht im Bereich der Süßwaren. An zweiter Stelle kommen Käse-Ersatzprodukte, an dritter Stelle kommt Kosmetik. 
  • Insgesamt geben 17% mehr als 100€ im Monat für vegane Produkte aus. Unter den Veganern sind es 52%.
  • 81% der Befragten ist es wichtig, dass vegane Lebensmittel auch gleichzeitig biozertifiziert sind. 
  • Das deutsche Bio-Siegel ist 98% der Befragten bekannt. Die verschiedenen VeganSiegel sind deutlich unbekannter. Während die Veganblume noch bei 72% bekannt ist, kennen das „crueltyfreeandvegan“–Siegel nur 25% der Befragten.

Wo kaufst Du vegane Lebensmittel ein?

(Mehrfachantworten)

Vegane Lebensmittel werden von der bio-affinen Käuferschaft in erster Linie in Biosupermärkten gekauft. An zweiter Stelle folgen Drogerien, an dritter Stelle die klassischen Supermärkte.

Studiensteckbrief

  • Die Befragung fand vom 20.01.2016 bis 31.01.2016 statt.
  • Insgesamt haben 1.266 Personen teilgenommen, davon 80% weiblich und 19% männlich.
  • 63% der Befragten sind tägliche Bio-Konsumenten, weitere 32% konsumieren wöchentlich Bio-Produkte.
  • 35% sind 18-29 Jahre alt, 35% sind 30-39 Jahre alt und 26% sind 40 Jahre oder älter.
  • In der folgenden Präsentation findet eine Auswertung und Kommentierung der zentralen Ergebnisse statt.
  • Die Umfrage wurde unterstützt durch unsere Projektpartner Bio Company und Sonnentor

Die abgefragten Einzelhändler in der Studie

 Biosupermärkte (wie LPG, Bio Company, Basic), Drogerien (wie DM, Rossmann), Supermarkt (wie Kaisers, Edeka), SB-Warenhaus (wie Real, Kaufland), Reformhaus (wie Vitalia), Discounter (wie Aldi, Lidl), Wochenmarkt, Veganer Onlineshop (wie alles-vegetarisch.de, boutique-vegan), Asia-Supermarkt, Herkömmliche Onlineshops (wie Amazon), Sonstiges.

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