Konzeptentwicklung für das hochautomatisierte Fahren

Auf Basis der Analyse derzeitiger Konzepte für das hochautomatisierte Fahrens wurde herausgefunden, ob diese das Situationsbewusstsein des Fahrers unterstützen. Es konnten positive als auch negative Umsetzungen erörtert werden. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden jetzt die Grundlage für die Konzeptentwicklung.

Anbieter: eResult
Veröffentlicht: Nov 2017
Autor: Anja Weigl
Preis: kostenlos
Studientyp: Usability, Customer Experience
Branchen: Online & IKT & Elektronik • Verkehr & Mobilität
Tags: Autonomes Fahren • Design Thinking • Konzept Tests • Selbstfahrende Autos • Usability • User Experience

In meinem letzten Beitrag habe ich derzeitige Konzepte für das hochautomatisierte Fahren analysiert und evaluiert. Dabei sollte herausgefunden werden, ob diese das Situationsbewusstsein des Fahrers unterstützen. Es konnten positive als auch negative Umsetzungen erörtert werden. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden jetzt die Grundlage für die Konzeptentwicklung. Das Konzept sollte einen Lösungsansatz bieten, der das Situationsbewusstsein des Fahrers während des hochautomatisierten Fahrens unterstützt. Da ein vollumfängliches Konzept mit Berücksichtigung möglicher Displays (Kombi, CID), also sämtlicher Anzeigekonzepte höchst komplex und umfangreich ist, konzentriert sich das nachfolgende Konzept auf die Ausgestaltung passenden Feedbacks für den Fahrer. Ziel ist es, dadurch in die Tiefe gehen zu können und das Feedback-Konzept detailliert ausarbeiten zu können.

Die Konzeptentwicklung orientiert sich an dem Design-Thinking-Prozess. Teile der Analyse- und Beobachtungs-Phase konnten bereits im ersten Blogbeitrag beschrieben werden. In diesem Beitrag stelle ich nun das weitere Vorgehen der Konzeptentwicklung vor:

Klären der funktionalen Anforderungen

Im ersten Schritt der Konzipierung galt es, aus der Analyse- und Beobachtungsphase die konkreten funktionalen Anforderungen zu sammeln und zu verdichten. Dabei habe ich mich an drei Szenarien im hochautomatisierten Fahren orientiert:

  1. Der Fahrer befindet sich im manuellen Fahrmodus auf der Autobahn und möchte in den hochautomatisierten Modus wechseln.
  2. Der Fahrer befindet sich im hochautomatisierten Modus auf der Autobahn und beschäftigt sich mit seinem Smartphone. Das Fahrzeug wechselt dabei die Fahrspur.
  3. Der Fahrer befindet sich im hochautomatisierten Modus auf der Autobahn. Die Wetterverhältnisse ändern sich und schränken die Leistung des hochautomatisierten Systems ein. Der Fahrer muss das Fahrzeug wieder selbst übernehmen.

Jedes Szenario erhielt verschiedene funktionale Anforderungen an ein Feedback für den Fahrer, die im Konzept berücksichtigt werden sollten. Diese orientieren sich an den zuvor aufgestellten Kriterien für ein angemessenes Situationsbewusstsein:

Szenario 1:

  • Status für die Verfügbarkeit des hochautomatisierten Modus
  • Hinweis, wie der hochautomatisierte Modus aktiviert werden kann
  • Bestätigung für das Aktivieren des hochautomatisierten Modus

Szenario 2:

  • Informationsangabe über das Vorhaben des Fahrzeuges (Manöver, hier: Spurwechsel)
  • Informationsangabe über die Straßensituation
  • Bestätigung über den erfolgreichen Spurwechsel

Szenario 3:

  • Information über die Übernahme des Fahrzeuges
  • Erklärung, wie und warum das Fahrzeug wieder durch den Fahrer übernommen/manuell gesteuert werden muss
  • Informationsangabe über die Straßensituation
  • Bestätigung der Übernahme

Diese Anforderungen an entsprechendes Feedback für den Fahrer bilden die Grundlage für die Ausarbeitung des Konzepts.

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