Der Arbeitsmarkt in Deutschland – Ältere am Arbeitsmarkt 2014

Die Zahl der Älteren über 55 Jahre in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen und wird in den nächsten zehn Jahren weiter wachsen. Damit nimmt auch die Bedeutung Älterer auf dem Arbeitsmarkt zu. Nicht nur die absolute Zahl Älterer ist gestiegen, auch der Anteil derjenigen, die am Erwerbsleben teilnehmen, hat sich deutlich erhöht. Mittlerweile ist die Erwerbsbeteiligung Älterer in nur wenigen Ländern Europas so hoch wie in Deutschland

Anbieter: Bundesagentur für Arbeit
Veröffentlicht: Okt 2015
Autor: Nicole Fleischer, Christian Mackenrodt
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Arbeitswelt • Finanzdienste • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Arbeitslosigkeit • Arbeitsmarkt • Beschäftigte • Beschäftigungspolitik • Renten • Rentensystem • Ältere Arbeitnehmer

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bevölkerungsstärke der 55- bis unter 65-Jährigen hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird auch in den nächsten zehn Jahren weiter wachsen.
  • Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre erhöht seit 2012 die Bedeutung von Personen über 65 Jahre am Arbeitsmarkt.
  • Die „Rente mit 63“ wirkt sich vor allem auf die Zahl der männlichen Fachkräfte aus.
  • Ältere nehmen immer häufiger am Erwerbsleben teil: Die Erwerbstätigenquote der Personen zwischen 55 bis unter 65 Jahren ist in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis unter 65-Jährigen.
  • In Deutschland ist die Erwerbstätigenquote von 55- bis unter 65-Jährigen, verglichen mit anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich hoch.
  • Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Altersklasse 55 bis unter 65 ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Insbesondere die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat zugenommen. Das ist nicht nur eine Folge der gewachsenen Bevölkerungsstärke.
  • Die Beschäftigungsquote der 55- bis unter 60-Jährigen ist etwas höher als in allen Altersklassen. 60- bis unter 65-Jährige sind wegen der Übergänge in den Ruhestand seltener beschäftigt.
  • Ältere arbeiten – auch wegen der Nutzung von Altersteilzeitmodellen – häufiger weniger als die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit.
  • Die Zahl der Älteren in Minijobs ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen.
  • Ältere sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen.
  • Die Arbeitslosenquote Älterer ist rückläufig.
  • Die Unterbeschäftigung Älterer ist in den letzten Jahren gesunken.
  • In den letzten Jahren begannen weniger Menschen eine Maßnahme aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die Förderung Älterer ging in einem etwas schwächeren Umfang zurück als im Durchschnitt über alle Altersklassen.
  • Ältere Arbeitslose sind vergleichsweise häufig langzeitarbeitslos und schwerbehindert. Sie weisen jedoch seltener als Jüngere eine fehlende formale Qualifikation auf.
  • Das Risiko arbeitslos zu werden, ist für Ältere geringer als für Jüngere. Gleichzeitig ist es für Ältere schwieriger Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden.

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