Arbeitszufriedenheit in Deutschland aus Sicht der Angestellten und der HR-Manager im Vergleich

Die Studie von LinkedIn unter Berufstätigen und Personalmanagern zeigt, dass deutsche Angestellte die Faktoren der Jobzufriedenheit völlig anders einschätzen, als das verantwortliche HR-Management. Am deutlichsten zeigt sich die unterschiedliche Einschätzung beim Einfluss der Selbstbestimmtheit auf die Jobzufriedenheit, die von Personalisten krass unterschätzt wird.

Anbieter: LinkedIn
Veröffentlicht: Dez 2016 - Dez 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Arbeitswelt
Tags: Arbeitswelt • Arbeitszufriedenheit • Jobzufriedenheit • Work-Life-Balance • Zufriedenheit

Jobzufriedenheit aus sicht der Personaler und der Angestellten

Wenn es darum geht, welche Faktoren zur Zufriedenheit der Deutschen im Job beitragen, schätzen die HR-Experten den Faktor „Gehalt“ als wichtigsten ein (45 Prozent), gefolgt von der Beziehung mit den Kollegen (32,5 Prozent) und der Beziehung zum Vorgesetzten (28,2 Prozent). Befragt man allerdings die Arbeitnehmer, ergibt sich ein anderes Bild: Um am Arbeitsplatz glücklich zu sein, steht für sie die Beziehung zu den Kollegen an erster Stelle (37,6 Prozent), gefolgt von Gehalt (35 Prozent) und der Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen zu können (31,4 Prozent). Den letzten Punkt unterschätzen die Personalfachkräfte, in ihrer Einschätzung kommt dieser erst an neunter Stelle mit einer Zustimmung von 12,9 Prozent.Die Umfrage von LinkedIn hat ergeben, dass die Berufstätigen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern am zufriedensten sind. So geben 56,3 Prozent der in Deutschland Befragten an, „erfüllt“ oder „sehr erfüllt“ in ihrem Job zu sein. Von diesem Ergebnis dürften die befragten HR-Verantwortlichen überrascht sein, denn sie glauben, dass jeder Vierte ihrer Mitarbeiter „gar nicht“ oder „nicht sehr erfüllt" von dem Job ist. Außerdem schätzen HR-Experten die Faktoren anders ein, die zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer beitragen.

„Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist es unabdingbar, dass Unternehmen für eine grundlegende Zufriedenheit der Mitarbeiter sorgen, um Arbeitskräfte an sich zu binden“, so Barbara Wittmann, Direktorin Talent Solutions und Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. „Da sind sich auch unsere befragten HR-Verantwortlichen einig: 56,9 Prozent sind der Meinung, dass glückliche Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben. Außerdem denken 77,3 Prozent, dass diese Mitarbeiter produktiver sind und als Markenbotschafter für das Unternehmen fungieren.“

Diskrepanz zwischen gedachter und tatsächlicher Zufriedenheit

Dieses Ergebnis dürfte die HR-Verantwortlichen freuen: Sie schätzen die Erfüllung ihrer Mitarbeiter wesentlich geringer ein, als diese tatsächlich ist. So gehen die Personaler davon aus, dass jeder vierte Mitarbeiter „gar nicht“ oder „nicht sehr erfüllt“ ist, tatsächlich ist das nur bei jedem Zehnten der Fall. Frauen liegen bei der Jobzufriedenheit etwas hinter den Männern, sowohl bei der tatsächlichen Zufriedenheit, als auch bei der von den HR-Verantwortlichen geschätzten.

Gehalt von HR-Verantwortlichen überbewertet

Wenn es darum geht, welche Faktoren zur Zufriedenheit der Deutschen im Job beitragen, schätzen die HR-Experten den Faktor „Gehalt“ als wichtigsten ein (45 Prozent), gefolgt von der Beziehung mit den Kollegen (32,5 Prozent) und der Beziehung zum Vorgesetzten (28,2 Prozent). Befragt man allerdings die Arbeitnehmer, ergibt sich ein anderes Bild: Um am Arbeitsplatz glücklich zu sein, steht für sie die Beziehung zu den Kollegen an erster Stelle (37,6 Prozent), gefolgt von Gehalt (35 Prozent) und der Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen zu können (31,4 Prozent). Den letzten Punkt unterschätzen die Personalfachkräfte, in ihrer Einschätzung kommt dieser erst an neunter Stelle mit einer Zustimmung von 12,9 Prozent.

Link zur Studie

Studiensteckbrief

Censuswide hat im Rahmen der „Work Satisfaction Studie” von LinkedIn über 10.000 Fach- und Führungskräfte und 3.500 HR-Verantwortliche in Deutschland, Frankreich, Kanada, Australien, Singapur, Niederlande, UK und USA befragt. In Deutschland wurden dafür im Juli 2016 1.000 Personen und 503 HR-Verantwortliche interviewt.

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